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Schraubeinheiten steigern Produktivität, Ergonomie und Qualität
Desoutter und Stöger auf der Automatica:
Nur vier Wochen Lieferzeit für Schraubsysteme mit Zuführtechnik
Auf der Automatica präsentieren sich Desoutter und Stöger als Partner für Schraubtechnik mit automatischer Zuführung. Anwender profitieren von modernster Technik und kurzen Lieferzeiten.
MAINTAL, April 2010 – Desoutter hat einen neuen Partner für halbautomatische und automatische Schraubsysteme mit Zuführtechnik: die Stöger Automation GmbH aus Geretsried. Auf der Automatica in München (8. bis 11. Juni) zeigen beide Unternehmen die neuen Systeme in Halle A1 am gemeinsamen Stand 320. Kunden profitieren vor allem von der kurzen Lieferzeit: „Im Regelfall werden wir nur noch unter vier Wochen benötigen, um die Schraubeinheiten herzustellen und auszuliefern“, verspricht Jürgen Göbel, seit 1. April Geschäftsführer der Desoutter GmbH in Maintal. „Bislang musste der Markt auf solche Lösungen etwa acht bis zehn Wochen warten.“ Acht Wochen seien jetzt nur noch für Sonderlösungen erforderlich. Zu verdanken ist die kurze Zeitspanne insbesondere einem eigens entwickelten Kalkulationsprogramm, mit dem Desoutter seinen Kunden in wenigen Minuten eine Auskunft zur Machbarkeit erteilen sowie ein konkretes Angebot unterbreiten kann.
Die (Halb-)Automaten werden wahlweise mit Druckluft- oder gesteuerten Elektroschraubern von Desoutter ausgestattet – je nach Anforderungen. Diese Werkzeuge stellt der Hersteller als Standard ab Lager zur Verfügung. Mundstücke, Klingenvorschub und Zuführung werden individuell auf die Anwendung ausgelegt, von Stöger aber ebenso standardmäßig vorgehalten.
Vor allem Automobilzulieferer, Anwender in der Elektronik und Elektrotechnik, Medizintechnik und Haushaltstechnik will Desoutter-Chef Göbel ansprechen. „Aber auch Möbelhersteller oder Kunden aus der Branche der erneuerbaren Energien, wie Solarmodulhersteller, haben bei uns Interesse angemeldet.“ Überall, wo sehr viele gleichartige Schrauben, Muttern oder Gewindestifte in kurzen Taktzeiten zu verarbeiten sind, ließen sich mit diesen Systemen Produktivität und Qualität erhöhen. Zudem werde die Ergonomie verbessert.
Wer sich für ein Schraubsystem mit Zuführung entscheidet, hat zunächst die Wahl zwischen Automaten mit Klingenvorschub und sogenannten Teleskop-Schraubeinheiten. Desoutter bietet jeweils handgeführte sowie stationäre Modelle an, und zwar für Drehmomente von 0,2 bis etwa 100 Nm. Die stationären Versionen wiederum stehen als Halb- und Vollautomaten zur Verfügung.
Bei den Systemen mit Klingenvorschub fährt die Schraubklinge, nachdem die Schraube eingeschossen wurde, hinter das Verbindungselement. Die Schraube steht daraufhin fest vor, der Werker kann sie – bei den handgeführten Systemen – leichter einfädeln und muss weniger Kraft aufwenden als bei den preiswerteren Teleskopschraubeinheiten. Bei diesen wiederum wird das Mundstück auf das Bauteil aufgesetzt, wobei die Schraube zunächst zurückgedrückt wird; dann setzt der Werker das gefederte Mundstück von Hand auf, wobei ein gewisser Weg zurückgelegt und der Schrauber manuell mit Kraftaufwand verfahren werden muss. „Das birgt außerdem eine größere Gefahr, dass die Oberflächen der Bauteile beschädigt werden“, betont Jürgen Göbel. Außerdem sei diese Vorgehensweise nicht so ergonomisch wie das Arbeiten mit den Geräten mit Klingenvorschub. Hier sitze das Mundstück nicht auf, wodurch einerseits die Bauteile geschont würden. „Außerdem können die Schrauben bei diesen Systemen nicht schräg aufgesetzt und eingedreht werden“, sagt Göbel. „Dadurch treten deutlich weniger Fehler auf, und der Ausschuss sinkt.“
Zuführsysteme mit Druckluft-, Elektro- oder Einbauschrauber erhältlich
Auf der Automatica stellt Desoutter Besuchern drei verschiedene Zuführsysteme vor. In der einfachsten Variante wird ein SC2-Druckluftschrauber eingesetzt. Die Kleinschrauber dieser Serie gelten als Universalwerkzeug für viele Verschraubungen, vor allem für die Montage von Weißer Ware und Unterhaltungselektronik. Sie decken Drehmomente von 0,5 bis 6,5 Nm ab.
Ein weiteres System, das auf dem Messestand gezeigt wird, ist mit einem elektrischen ECS-Kleinschrauber ausgestattet. Diese Baureihe stellt Werkzeuge mit Drehmomenten von 0,12 bis 16 Nm und einer großen Bandbreite an Drehzahlen von 20 bis 2000 min-1 zur Verfügung, optional sogar bis 3000 min-1. Damit eignen sich die Schrauber für zahlreiche Anwendungen in der Automobil- und Konsumgütermontage, Elektronik oder Medizintechnik. Um kurze Zykluszeiten zu erreichen, kann die Schraube oder Mutter mit sehr hoher Geschwindigkeit eingedreht werden, während im Endanzug mit sehr langsamer Drehzahl eine hohe Winkelauflösung möglich ist und/oder die exakte Einhaltung des geforderten Drehmoments sichergestellt wird. Durch das Erfassen des Drehwinkels können auch Fehler erkannt werden, etwa schadhafte Gewinde; die Steuerung gibt dann umgehend eine N.i.O.-Meldung aus. Mit diesen Merkmalen erfüllen die ECS-Schrauber die Voraussetzung für eine produktive, automatengerechte Montage und hohe Verschraubungsqualität.
Das dritte Schraubsystem arbeitet mit einem Einbauschrauber des Typs ECF. „Dieses Werkzeug ist mit seinen 220 Millimetern Baulänge unseres Wissens der kürzeste Schrauber am Markt“, sagt Jürgen Göbel. „Damit eignet er sich ideal als Einbauwerkzeug.“ Flexibilität bietet auch der verstellbare Kabelabgang, der in zwei Richtungen montiert werden kann.
Die ECF-Serie wird mit bürstenlosen Motoren betrieben. Ihre sechs Modelle decken Drehmomentbereiche zwischen 1 und 30 Nm ab. In jeden Schrauber ist eine Speicherkarte integriert, die der automatischen Erkennung des Werkzeugs durch die Steuerung dient, außerdem der Anzeige der durchgeführten Anzahl Zyklen. Zugleich werden mit Hilfe der Speicherkarte Linearität und Genauigkeit der Kalibrierung ständig kontrolliert.
Über Desoutter:
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Mit den automatischen Zuführeinheiten von Desoutter erreichen Anwender eine hohe Montagequalität bei kurzen Taktzeiten. Die vielseitigen Systeme können individuell an die Anforderungen des Kunden angepasst werden.
In Vibrationswendelförderern wie diesem werden Verbindungselemente für die Zuführung vorgehalten, wie Schrauben oder Muttern.