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Eine Steuerung für (fast) alle Schraubfälle

2010-05-04

Leichter installiert und netzwerkfähig

Desoutter stellt auf der Automatica seine verbesserte Steuerung CVIC 2 vor. Das neue Modell lässt sich leichter in Montagelinien integrieren und bietet mit zusätzlichen Anschlüssen und Schnittstellen Netzwerkfähigkeit und noch mehr Flexibilität.

MAINTAL, Mai 2010 – Prozesssicheres Verschrauben hat bei Desoutter einen (neuen) Namen: CVIC 2. Die Steuerung lässt sich einfach programmieren, ist netzwerkfähig und bietet viele Möglichkeiten zur Qualitätssicherung. Auf der Fachmesse Automatica in München (8. bis 11. Juni) stellt Desoutter die Steuerung erstmals der Öffentlichkeit vor (Halle A1, Stand 320). Sie eignet sich für jeden Industriezweig, der prozesssicher verschrauben muss – etwa für den Allgemeinen Anlagenbau, Automobilzulieferer, Anwender in der Medizintechnik oder die Erneuerbare-Energien-Branche. Ob Drehmomentsteuerung mit Drehwinkelkontrolle oder Drehwinkelsteuerung mit Drehmomentkontrolle: Der Anwender wählt einfach die Schraubstrategie, die am besten zur jeweiligen Anforderung und seinem individuellen Schraubfall passt. Alle Schraubergebnisse lassen sich kontrollieren und auswerten.

Bei der Gestaltung der CVIC-2-Steuerung wurde insbesondere auch darauf geachtet, dass sie sich möglichst einfach in den Montageprozess integrieren lässt. Die Steuerung ist schmaler als ihre Vorgängerin und verfügt über Befestigungsmöglichkeiten zur einfachen Installation in und an Montagelinien. Außerdem sind alle Anschlüsse auf der Unterseite der Steuerung komfortabel erreichbar. Damit lässt sie sich sehr einfach in Schaltschränke einbauen. Der neue Bildschirm mit blauem Hintergrund bietet gute Kontraste und hervorragende Sichtbarkeit der Schraubresultate. Leuchtdioden an der Vorderseite der CVIC 2 signalisieren Betriebsbereitschaft und melden die Ergebnisse, die zusätzlich an den Schraubwerkzeugen angezeigt werden.

Doch nicht nur das Design der Steuerung haben die Entwickler optimiert. Erstmals steht schon in der Standardversion eine Ethernetschnittstelle zur Verfügung, welche das Gerät netzwerkfähig macht. Zusätzliche Feldbuskarten und ein neuer E/A-Stecker stellen weitere Anschlussmöglichkeiten bereit. Mit Hilfe der Schnittstellen kann auch Zubehör einfach verwaltet werden, etwa ein Barcode-Scanner, eine Steckschlüssel-Wechselbox oder Positionierhilfen. An die Steuerung lassen sich alle elektronisch gesteuerten Schrauber der CVIC-Baureihe von Desoutter anschließen – also handgehaltene Werkzeuge und Einbauspindeln, die ihre Prozesssicherheit durch Messen der Stromaufnahme und Zählen der Winkelgrade gewinnen. Damit lässt sich ein und dieselbe Steuerung mit zahlreichen Produkten kombinieren.

Flexibilität ist auch bei der Steuerungssoftware Trumpf. So steht für einfache Anwendungen eine Version zur Verfügung, mit welcher der Schraubablauf in bis zu drei Phasen unterteilt werden kann. „In der Ausbaustufe können sogar 15 Programme aus bis zu 15 Stufen hinterlegt werden“, betont Jürgen Göbel, seit 1. April neuer Geschäftsführer der Desoutter GmbH in Maintal. Der Vorteil dieser flexiblen Lösung liegt auf der Hand: Der Anwender kann damit ein Werkzeug für verschiedene Schraubfälle einsetzen. Von der Fädelstufe über Anlegephase und Endanzug bis hin zur N.i.O.-Behandlung bei Fehlverschraubungen ist der Schraubablauf frei programmierbar. Die integrierte Schraubprozesskontrolle erkennt Montagefehler sofort und verhindert, dass schadhafte Bauteile ausgeliefert werden. Konnten bisher 1000 Ergebniswerte im System gespeichert werden, um eine Auswertung zu gewährleisten, speichert die CVIC 2 bis zu 2000 Werte – für noch mehr Sicherheit. Informationen, die später benötigt werden, können via Ethernet auch in einer lokalen Datenbank dauerhaft gespeichert werden.

Inbetriebnahme dauert nur wenige Minuten

Die Programmierung kann direkt an der Steuerung erfolgen oder über eine Software vorgenommen werden. (Übrigens: Mit einer einzigen Software lässt sich jede Desoutter-Steuerung konfigurieren.) Spezielle Kenntnisse sind für die Programmierung nicht erforderlich; denn die Steuerung erkennt das angeschlossene Werkzeug automatisch. Zur Schnellprogrammierung reicht es beispielsweise aus, lediglich Solldrehmoment und maximalen Drehwinkel vorzugeben; alle weiteren Parameter schlägt die Steuerung vor. Diese Werte können übernommen oder auch frei angepasst werden. Eine weitere Programmierungsmethode ist das sogenannte Einlernen. Auch diese Methode setzt keine speziellen Kenntnisse voraus. Nach Eingabe des Soll-Drehmoments, der maximal zulässigen Geschwindigkeit und ein paar Probeverschraubungen legt das Schraubsystem alle benötigten Parameter, wie Drehzahl oder Toleranzgrenzen, selbst fest und optimiert so den Prozess. Wer möchte, kann auch alle Schraubparameter manuell über die benutzerfreundliche Menüführung eingeben.

Nicht zuletzt ermöglicht die Steuerung eine gute Ergonomie: Weil sie dank der sogenannten Ergostopp-Funktion den Motor kontrolliert, kann das Werkzeug sanfter abschalten. Dadurch sinkt das Reaktionsmoment, das sich auf die Hand und den Arm des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin überträgt.
 
 
 

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Die neue CVIC-2-Steuerung von Desoutter ist deutlich kleiner als ihre Vorgängerin, leichter in Schaltschränke einzubauen und schon in der Grundausstattung netzwerkfähig.


An die CVIC-2-Steuerung lassen sich alle gesteuerten Schraubwerkzeuge der CVIC-Serie von Desoutter anschließen – wie der abgebildete ECA. Die Winkelschrauber dieser Baureihe stehen für Drehmomente von 5 bis 200 Nm zur Verfügung.


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