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Intelligentes Magazin verhindert Verwechslungen

2009-05-19

Null-Fehler-Montage durch sicheren Steckschlüsselwechsel

Das IQ-tray-System von Desoutter bietet erstmals eine komfortable Lösung für verwechslungssicheren Steckschlüsselwechsel. Jeder Steckschlüssel besitzt eine eindeutige Kennung. Das Magazin signalisiert dem Werker, welchen Steckschlüssel er nehmen muss.

MAINTAL, Juni 2009 – Arbeitsplätze, an denen unterschiedliche Schrauben mit demselben Schrauber, aber verschiedenen Steckschlüsseln in einer bestimmten Reihenfolge angezogen werden, müssen einer Null-Fehler-Montage ab sofort nicht mehr im Weg stehen. Denn das neue IQ tray von Desoutter kann auf einfache Weise verhindern, dass der Werker einen falschen Steckschlüssel einsetzt. Damit wird die Wahrscheinlichkeit von Fehlverschraubungen drastisch reduziert. Bisher waren aufwendige mechanische Hilfen und unterschiedliche Steckplatzausformungen die einzige Möglichkeit, derartige Fehler zu vermeiden. Mit dem neuen Konzept können nun auch kostengünstige Standardeinsätze verwendet werden.

Flexible Werkerführung durch eindeutige Kennung jedes Schlüssels

In dem von Desoutter entwickelten IQ-tray-System hat jeder Steckschlüssel seine eigene Identifikationsnummer (ID), die das Schlüsselmagazin per Transponder berührungslos ausliest. Egal, an welcher Position der Steckschlüssel im Magazin abgelegt wird – durch die eindeutige Kennung weiß das System immer, wo der angeforderte Schlüssel steckt. Es signalisiert dem Werker per Leuchtdiode, welchen Bit oder welche Nuss er nehmen soll. Greift der Mitarbeiter nach dem falschen Einsteckwerkzeug, blockiert das System. In der Regel werden die kodierten Transponder verschleißfrei in Steckschlüsselhalter eingebaut; auf Anfragen können aber auch andere Adapter oder die Steckschlüssel selbst mit Transpondern ausgerüstet werden.

Bei der Programmierung, die im Teach-in-Verfahren erfolgt, wird festgelegt, wann welcher Steckschlüssel mit welchen Anziehparametern an der Reihe ist. Das System kann 127 Sequenzen mit jeweils maximal 99 Schritten sowie bis zu 16 verschiedene Steckschlüssel verwalten. Für diese Anzahl ist der gleichzeitige Einsatz von vier Magazinen erforderlich, da jedes Magazin vier Plätze aufweist. Hierbei arbeitet ein Magazin als Master und „Kontrolleur“, die anderen maximal drei als Slave-Module. Bei der Programmierung kann ein Bit beziehungsweise eine Nuss durchaus mit mehreren Schraubzyklen belegt werden. Wann welcher Schlüssel aktiviert wird, entscheidet die programmierte Reihenfolge im Montageablauf, den das IQ tray anschließend verwaltet. Wurde die programmierte Schraubfolge korrekt abgearbeitet, sendet das System ein „Ablauf-in-Ordnung“-Signal an eine übergeordnete Steuerung.

Einsatz auch ohne Sequenzkontrolle mit freier Entnahme möglich

Über die Folientastatur mit integriertem Display lässt sich das IQ tray sehr einfach handhaben. Nach Auswahl einer Sequenz werden dem Werker die zu entnehmenden Werkzeuge angezeigt. Nach Entnahme des „richtigen“ Werkzeugs wählt die Schraubersteuerung automatisch den zugeordneten Schraubzyklus an.

Das IQ tray lässt sich auch ohne Werkerführung mit frei wählbaren Schraubzyklen betreiben. Die Überwachungsfunktionen sind dann nicht aktiv. Bei Entnahme eines Einsatzes wird einfach das zugeordnete Schraubprogramm aktiviert. Anwenderspezifische Daten speichert das IQ tray auf einer steckbaren Back-up-Einheit. Ein Austausch oder eine Kopie der Daten auf ein weiteres Magazin ist so mit wenigen Handgriffen möglich.
 
 
 

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