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„Unsere Kunden sollen natürlich flexibel arbeiten können!“

Desoutter will mit neuen Argumenten den Markt aufrollen

Desoutter will in den nächsten fünf Jahren seinen Umsatz verdoppeln, sagte Geschäftsführer Jürgen Göbel auf der Motek. Flexible Produkte und Lösungen sowie die Betonung des Umweltbezugs sollen dabei helfen.

MAINTAL, 13. September 2010 – „Wir sind natürlich, und wir sind natürlich flexibel“, verkündete Jürgen Göbel, Geschäftsführer der Desoutter GmbH in Maintal, auf der Montagemesse Motek anlässlich eines Pressetreffs. „Außerdem wollen wir, dass unsere Kunden natürlich und flexibel arbeiten können. Dafür stellen wir passende Produkte und Dienstleistungen bereit!“ Was Göbel mit „natürlich arbeiten“ meinte, schob er umgehend nach: „Unsere Produkte und Lösungen bieten nicht nur hohe Flexibilität, sondern ermöglichen unseren Kunden eine natürliche Arbeitsweise, indem sie beispielsweise sehr ergonomisch konstruiert sind und keine aufwendigen Schulungen erfordern.“ Auf der Motek war hierzu der neue Elektro-Hochmomentschrauber ECP HT zu sehen, der mit seiner drehbaren Momentenstütze eine flexible, ergonomische Montage sehr hoher Drehmomente ohne Verrenkungen erlaubt. Das Stichwort „natürlich“ will Göbel darüber hinaus durchaus mit Umweltbezug verstanden wissen: Er glaube, dass der Markt energieeffiziente Werkzeuge fordere und möglichst umweltschonend produzieren wolle. „Dabei wollen wir unsere Kunden unterstützen“, sagte Göbel.

So seien elektrische und elektronisch gesteuerte Schraubsysteme per se um ein Vielfaches energiesparender als etwa Druckluftschrauber, die in vielen Industriebranchen noch sehr weit verbreitet seien. „Wer zum Beispiel unseren neuen Niedervoltschrauber SLB einsetzt, spart im Vergleich zu einem herkömmlichen Druckluftschrauber im Jahr zwischen 150 und 200 Euro“, führte der Desoutter-Manager weiter aus. Zugrunde gelegt habe man für die Berechnung 1600 Verschraubungen am Tag, was bei so kleinen Schrauben, für die der SLB ausgelegt wurde, ein gängiger Wert sei. Der Betrag von 150 bis 200 Euro errechnet sich aus der Luftmenge, die ein Kompressor unter Einsatz elek­trischer Energie erzeugen müsste, um den Druckluftschrauber anzutreiben. Dabei sind die Kosten für den Kompressor und das Luftnetz noch gar nicht eingerechnet.

Mit Niedervoltschrauber vom ersten Tag an sparen

Wenn man bedenke, dass der Niedervoltschrauber auf dem Preisniveau eines Druckluftschraubers liege, werde schnell klar, dass Anwender beim SLB vom ersten Tag an allein wegen des geringen Energieverbrauchs sparen, meint Jürgen Göbel. Dabei hätten die kleinen Elektroschrauber noch viele weitere Vorteile, etwa die besonders niedrigen Drehzahlen für sanften Anlauf, die im Vergleich besseren Kontrollmöglichkeiten und den geringen Wartungsbedarf. „Natürlich werden wir immer alle Argumente im Gespräch mit einem Kunden liefern“, sagt der Manager, „aber dabei wollen wir die Energie- und Umweltargumente zukünftig grundsätzlich viel stärker betonen.“

Daneben strich Göbel insbesondere die Flexibilität heraus, die Desoutter-Produkte den Anwendern bieten: „Wir haben zahlreiche sehr flexible Produkte, zum Beispiel modulare Werkzeuge, bei denen man im Nu aus einem Stab- einen Winkelschrauber machen kann.“ Die meisten Schrauber seien außerdem prinzipiell aus einigen wenigen Modulen aufgebaut, die sich im Servicefalle schnell und preisgünstig wechseln lassen. Ferner könne man die meisten Desoutter-Werkzeuge für zahlreiche verschiedene Schraubfälle einsetzen. Das spare nicht nur die Investition in weitere Schrauber, sondern mache die Arbeit von vornherein flexibler.

Werkerführung ermöglicht flexible Arbeitsstrukturen

Als weiteres Beispiel nannte Göbel das neue, programmierbare Werkerführungssystem Posco-Vision. Es führt Mitarbeiter standardisiert, schnell und sicher durch zahlreiche Schraub- und andere Prozesse. Anwender könnten jedes beliebige Werkzeug anschließen und alle Abläufe von Posco-Vision vorgeben lassen, betonte Göbel. Der Schulungsbedarf sei sehr gering. Unternehmen können mit dem System daher auch sehr flexible Arbeitsstrukturen einführen, weil sich die Bediener sofort an allen Arbeitsplätzen zurechtfinden.

Umsatz soll sich in fünf Jahren verdoppeln

Nicht zuletzt stelle Desoutter selbst eine „natürliche“ Organisation dar, findet der Desoutter-Chef. „Wir haben keine großen Hierarchien“, bestätigte auch Produkt­managerin Stefanie Heß, weshalb das Unternehmen seinen Kunden auf kurzen Wegen mit einem leistungsstarken, flexiblen Team zur Verfügung stehe.

Bei aller Natürlichkeit und Flexibilität verfolgt Jürgen Göbel auch ein klares betriebswirtschaftliches Ziel: In vier bis fünf Jahren will er den Umsatz seines Unternehmens verdoppeln. Mit flexiblen Lösungen wolle man in den Branchen, in denen Desoutter ohnehin gut vertreten sei, überdurchschnittlich wachsen. Außerdem soll die Vertriebsmannschaft insbesondere solche Märkte angehen, in denen die Maintaler noch Wachstumspotenzial sehen, wie in der Automobilindustrie und ihren Zulieferern oder in der Energiegewinnung.
 
 

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Foto 1: Jürgen Göbel ist seit 1. April 2010 Geschäftsführer der Desoutter GmbH in Maintal.


Foto 2: Keine Verrenkungen müssen Anwender mit dem Hochmomentschrauber ECP HT von Desoutter machen. Die drehbare Momentenstütze des kompakten Schraubers lehnt sich automatisch am Bauteil an – wenn sie nicht, wie hier im Bild, von vornherein ganz praktisch eingespannt wird. Denn dann braucht der Werker nicht mal mehr das Gewicht des Werkzeugs zu halten.


Foto 3: Das Werkerführungssystem Posco-Vision unterstützt flexible Arbeitsstrukturen: Bediener finden sich an allen Stationen, die damit ausgestattet sind, schnell zurecht. Mit dem System lassen sich beliebige Schraubprozesse programmieren und standardisierte Abläufe vorgeben.


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