Zuhause 4.0 oder der Kühlschrank, der mitdenkt - Vernetzung in der Praxis

Zuhause 4.0 oder der Kühlschrank, der mitdenkt - Vernetzung in der Praxis


Nicht nur die Montage lässt sich dezentral steuern. Immer mehr Menschen kontrollieren von unterwegs ihr eigenes Zuhause: Sie können vom Büro aus die Rollläden schließen, die Heizung an- oder ausstellen oder sogar den Kühlschrankinhalt checken. Ebenso wie bei der „Produktion 4.0“ ist die große Herausforderung dabei, den Datentransfer abzusichern.
 

Mehr Qualität, Sicherheit und effizientere Energienutzung – diese Vorteile stehen nicht nur bei der Digitalisierung der Montage im Vordergrund. Um dieselben Punkte geht es auch demjenigen, der sein Haus digitalisiert. Durch vernetzte und fernsteuerbare Geräte sowie die Möglichkeit, Abläufe zu automatisieren, soll das Wohnen und Leben sicherer und bequemer werden.

Die Digitalisierung verändert unser Leben

Mit der Digitalisierung verändert sich nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch unsere Freizeit und unser Leben. Nahezu selbstständig arbeitende Haushaltsgeräte sind ein Beispiel hierfür. Saugroboter oder Mähroboter sind schon in viele Haushalte eingezogen. Beleuchtung und Heizung „kümmern“ sich selbst um ein optimiertes Energiemanagement. Zu unserer Unterhaltung und Bequemlichkeit tragen Sprachassistenzsysteme bei, wie „Alexa“ oder „Siri“, die – mit den passenden Geräten vernetzt – Musik für uns aussuchen, Fragen beantworten oder die Jalousien schließen. Es gibt smarte WCs, die die Gesundheit überwachen, Systeme zur Zugangskontrolle in Wohnungen, Bewegungsmelder, Überwachungskameras etc.

Ein Beispiel, bei dem viele Parallelen zur Produktion 4.0 sichtbar werden, ist der intelligente Kühlschrank der Zukunft:

RFID-Technologie ist Voraussetzung für intelligenten Kühlschrank

Das Innovative Retail Lab (IRL) am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz widmet sich unter anderem der Herausforderung des Einkaufens von morgen. Ein Projekt ist dabei ein mitdenkender Kühlschrank, der mit einem Assistenzsystem funktioniert.

Voraussetzung hierfür ist ebenfalls die RFID-Technologie, ohne die auch die intelligente Montage nicht, oder nur eingeschränkt, funktioniert. Die Lebensmittel-Umverpackungen sind mit RFIDs ausgestattet, die Informationen über Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), Nährwerte, bestmögliche Lagerung etc. speichern. Der Kühlschrank liest diese Informationen aus und gibt sie über ein Touch-Display auf der äußeren Kühlschranktür aus. Benutzer wissen auf einen Blick, bei welchen Lebensmitteln in Kürze das MHD erreicht wird, um sie im Auge zu behalten und möglichst bald zu verzehren oder als Teil eines smart angebotenen Rezeptes zu verarbeiten. Sie sehen außerdem, ob alles optimal gelagert ist und welche Lebensmittel zu Neige gehen. Über das Display, das mit dem Internet und hinterlegten Prospekten eines Supermarktes verbunden ist, kann der Kühlschrankbesitzer Einkaufslisten zusammenstellen, indem er die entsprechenden Angebote vom Prospekt in die Liste zieht.

Der Kühlschrank vereint damit Qualitätskontrolle, effiziente Energienutzung und logistische Optimierung und ist nur eines von vielen Haushaltsgeräten, die neueste Technologien nutzen, um das Leben sicherer und bequemer zu gestalten.

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