„Smart Hub“ erhöht Verfügbarkeit, Produktivität und Flexibilität in der Schraubmontage

„Smart Hub“ erhöht Verfügbarkeit, Produktivität und Flexibilität in der Schraubmontage


Maintal, Juli 2018. Mit einem neuen industriellen Smart Hub will Desoutter die Montage revolutionieren. Das System fungiert als Kommunikationszentrale für die schnelle und sichere Datenübertragung zwischen WLAN-Schraubwerkzeugen und übergeordneten Systemen des Anwenders. Es ist leicht zu installieren, entschlackt die Fertigung und steigert Flexibilität, Verfügbarkeit und Produktivität in der Schraubmontage.
 

Die Desoutter GmbH, Maintal, bringt ein innovatives System auf den Markt, mit dem sich über WLAN kommunizierende Akku-Schraubwerkzeuge managen lassen: „Die Connect ist ein Industrial Smart Hub, der die Montage flexibilisiert“, erläutert Produktmanager Michael Loosen die Weiterentwicklung aktueller Steuerungen, „also so etwas wie das intelligente Zentrum in der Fertigung.“ Von hier aus werden zum einen Datensätze an die angebundenen Schraubwerkzeuge einer Montagelinie übermittelt, zum anderen fungiert sie als direkte Schnittstelle zum Anwender. Über eine einzige Datenschnittstelle können bis zu 20 kabellose Pistolen- und Winkelschrauber sowie elektronische Drehmomentschlüssel von Desoutter per WLAN gesteuert und kontrolliert werden. Im Gegenzug landen die Produktionsdaten in Echtzeit für sofortige oder spätere Auswertungen in der Connect beziehungsweise auf einem beliebigen vernetzten Rechner und Monitor, so dass sie analysiert, Unregelmäßigkeiten sofort erkannt und behoben und die Daten dokumentiert werden können. Damit fungiert die Connect als Kommunikationszentrale zwischen der Anwendung und der Kundenschnittstelle. „Wir stellen mit dem System sicher, dass alle Daten beim Einsatz von WLAN-Werkzeugen reibungslos, schnell und sicher übertragen werden“, sagt Loosen.

Die Connect bietet Anwendern in der Industrie ein Werkzeug- und Datenmanagement mit bisher nicht dagewesener Flexibilität. Dabei ist sie leicht zu installieren, und die Montagelinie wird von Hardware entschlackt, weil Steuerungen überflüssig werden; dadurch sinken die Energie-, Investitions- sowie Gesamtbetriebskosten, die Produktivität steigt. Zudem können Arbeitsinhalte auf beliebige Montagestationen einer Linie oder Halle verteilt werden – eine in vielen Situationen wertvolle Funktion. „Wenn etwa ein Werkzeug gewartet werden muss oder zur Beseitigung von Engpässen an anderer Stelle eingesetzt werden soll, können über die Connect die entsprechenden Parameter zentral geändert und an die Schraubstationen geschickt werden“, sagt Loosen. Der jeweilige Akkuschrauber könne dann umgehend an eine andere Station verlagert werden und ist mit der richtigen Programmierung sofort einsatzbereit: Die über WLAN verbundenen Schraubwerkzeuge können in weniger als zehn Sekunden mit der Connect gekoppelt werden, so dass Ausfallzeiten bei Werkzeugwechseln fast auf null reduziert werden. „Um Werkzeug und Connect miteinander zu koppeln, sind keinerlei Netzwerkkenntnisse erforderlich“, betont Loosen, „die Verbindungsparameter werden via RFID oder USB automatisch ins Werkzeug übertragen.“

+++ Einfache Installation – auch fernab der Montagelinie

Werkzeuge und Hub müssen anschließend nicht einmal im selben Raum sein, um miteinander zu kommunizieren. „Die Connect kann auch außerhalb der Montagelinie installiert werden, etwa im Produktionsbüro oder im Serverraum“, sagt der Desoutter-Experte. Dies eröffne Möglichkeiten für ganz neue Konzepte. Die Installation der Hardware, die mit einem Volumen von nur 4 l schlanker ist als ein handelsüblicher PC, sei denkbar einfach. Kabelausgänge auf der Rückseite oder nach unten sowie der einfache Zugang zu den Kommunikationsschnittstellen an der Vorderseite böten hohen Komfort etwa bei der Durchführung von Upgrades oder der Erstellung eines Backups. Mit Hilfe eines integrierten Wechselspeichers, dem sogenannten RIM (Removable Integrated Memory), könnten außerdem alle Einstellungen und Parameter einer Connect auf eine andere schnell und effizient übertragen werden.

+++ Zusätzliche Funktionen einfach nachinstallieren

„Ein Clou unserer Connect ist ihre Erweiterungsfähigkeit“, sagt Loosen. „Anwender, denen das umfassende Standard-Funktionspaket nicht ausreicht, können zusätzliche Features flexibel und in Echtzeit selbst nachinstallieren.“ So seien zum Beispiel im Standardpaket je Schraubwerkzeug zehn Parametersätze nutzbar. Es können alle gängigen Schraubstrategien hinterlegt werden, und die Schraubergebnisse sind als numerische Werte ebenso verfügbar wie als grafische Kurven. Zubehör ist leicht integrierbar, etwa Signalleuchten für die Rückmeldung des Ergebnisses an den Werker oder zusätzliche Monitore, wenn bei komplexen Prozessen eine Visualisierung mit Werkerführung gewünscht oder erforderlich ist.

Abgesehen davon erleichtert das geänderte Installationskonzept nun die Arbeit, denn der Bediener braucht nicht mehr – wie bei zahlreichen aktuellen Lösungen in der Industrie – auf das Display der Steuerung zu schauen, die meistens einige Meter entfernt von der Schraubstelle an der Wand oder einer Säule befestigt ist. „Denn in den Pistolen- und Winkelschraubern von Desoutter sind OLED-Displays integriert, über die der Werker geführt wird“, stellt Michael Loosen klar. „Darüber hinaus bieten wir externe Displays zur Prozessführung an.“

+++ Virtuelle Währung, um neue Funktionen zu aktivieren

Das Standardfunktions-Paket erfülle bereits mindestens 80 Prozent aller Anwendungen im Feld, versichert der Produktmanager. „Anwender, die dagegen etwa mit eigenen Protokollen arbeiten, mehr Parametersätze hinterlegen möchten oder die Position der Werkzeuge im Raum überwachen wollen, können über ein flexibles Funktionsmanagement die Connect exakt auf ihre Anforderungen skalieren.“ Möglich wird dies über eine virtuelle Währung, die sich Unit Value (UV) nennt. „Unsere Kunden können jede gewünschte Funktion mit dem Einsatz von UV aktivieren“, sagt Michael Loosen. Dabei hat Desoutter auch bedacht, dass Kunden Funktionen erst ausprobieren möchten, bevor sie ein Feature kaufen. Dafür bieten die Maintaler eine 90 Tage währende Testphase an. Durch das Hinzunehmen individueller Features kann sich der Anwender seine Connect optimal konfigurieren.

Mit der Entwicklung der Connect folgt das Maintaler Unternehmen seinem Konzept „Desoutter 4.0“, mit dem es die Digitalisierung weiter vorantreiben möchte. „Der neue Hub soll Anwendern eine Plattform bieten, die eigene Montage zukunftssicher aufzustellen“, streicht Michael Loosen heraus. „Sprich, mit der Connect kann man die volle Rückverfolgbarkeit seiner Schraubmontage sicherstellen, eine intelligente Fehlerprüfung oder intuitive Prozesskontrollen einrichten oder auch ein KPI-Management installieren.“ Virtuelle Kabel und andere Features, die zukünftig nach Ansicht von Desoutter und anderen Branchengrößen in der Montage eine größere Rolle spielen werden, habe man bei der Entwicklung des Hubs schon mitgedacht, betont Loosen: „Da wird sich in naher Zukunft noch sehr viel tun, was den Betrieben und ihren Mitarbeitern den Montagealltag erleichtert!“

 

Der neue industrielle Smart Hub von Desoutter ist leicht zu installieren, entschlackt die Fertigung und steigert Flexibilität, Verfügbarkeit und Produktivität in der Schraubmontage. Es fungiert als Kommunikationszentrale für die schnelle und sichere Datenübertragung zwischen WLAN-Akku-Schraubwerkzeugen und übergeordneten Systemen des Anwenders (Bild: Desoutter)

 

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