Einbauschrauber mit zwei Sensoren für automatische Montage

Einbauschrauber mit zwei Sensoren für automatische Montage


Maintal, Juli 2017.Desoutter hat seine EFD-Einbauschrauber-Baureihe für die CVI3-Steuerung um Versionen mit doppelter Messwerterfassung ergänzt: Die Sensoren messen sowohl das Drehmoment als auch den Drehwinkel. Damit erhält der Anwender eine kompakte Lösung, die alle Anforderungen der Schraubfallklasse A gemäß VDI/VDE 2862 für sicherheitskritische Verschraubungen in automatischen Stationen erfüllt. Die Serie umfasst ab sofort auch EFD-Schrauber für sehr hohe Drehmomente und bietet eine Schraubgruppenfunktion für die Synchronisation von bis zu 14 Schraubern.
 

Die bewährte EFD-Einbauschrauber-Baureihe für die CVI3-Steuerung von Desoutter, Maintal, ist ab sofort in der Standardausführung auch mit zwei integrierten Messkreisen – für Drehmoment und Drehwinkel – verfügbar. Dies erfüllt die Anforderungen der Schraubfallklasse A gemäß VDI/VDE 2862, Blatt 1 und 2, für automatisierte und sicherheitskritische Anwendungen. Der Schrauber kann wahlweise im Redundanzmodus betrieben werden, wobei ein Vergleich der Schraubergebnisse mit dem Sollwert am Ende der Verschraubung erfolgt. Alternativ ist eine Echtzeitüberwachung möglich, bei der die Werte bereits während der Verschraubung abgeglichen werden. „Die Einbauschrauber zeichnen sich durch ihre kompakte, leichte Bauweise und ihre einfache Integration in die Montagelinie aus“, sagt Produktmanager Michael Loosen. „Sie haben die gleichen Flanschmaße wie die Standardspindel, die ohne einen zweiten Geber auskommt, und benötigen lediglich ein Kabel für die Verbindung mit der Steuerung.“ Desoutter präsentiert die Werkzeuge zum ersten Mal öffentlich auf der Montagemesse Motek, die vom 9. bis 12. Oktober in Stuttgart stattfindet, am Stand 5432 in Halle 5.

+++ EFD-Baureihe jetzt auch für sehr hohe Drehmomente

Darüber hinaus wurde die EFD-Baureihe um Modelle für sehr hohe Drehmomente bis 2000 Newtonmeter erweitert (bislang maximal 250 Newtonmeter). Diese ersetzen die EME-Schrauber der früheren Steuerungsgeneration CVI2, die noch über einen Adapter an die CVI3 angeschlossen werden mussten. „Unsere neuen EFD-Hochmoment-Einbauschrauber drehen um bis zu 29 Prozent schneller als die EME-Schrauber, und das bei kompakteren Abmessungen“, erklärt Loosen. „Außerdem ist die Flanschbefestigung identisch, so dass die Spindeln mit dem Vorgängersystem mechanisch kompatibel sind und sich leicht austauschen lassen.“ Die sehr kompakte Bauform der EFD-Schrauber und ihr geringes Gewicht ermöglichen eine einfache Integration in die Linie und beispielsweise die Verwendung leichterer Reaktionsarme und kleinerer Federzüge, da eine geringere Masse bewegt werden muss. Optimierte Getriebekomponenten verlängern zudem die Wartungsintervalle und vereinfachen die Wartung.

+++ E-Stopp für hohe Sicherheitskennwerte bei kritischen Anwendungen

Neben den bereits bekannten Standard-Steuerungen der CVI3-Baureihe gibt es bei Desoutter ab sofort drei alternative Modelle, die über einen eingebauten sogenannten E-Stopp-Schaltkreis verfügen. Diese Option führt zu einer schnellen Abschaltung der Steuerungen, wenn dies sicherheitstechnisch erforderlich ist. Je nach Anschaltung wird der Performance-Level D, Kategorie 3 gemäß der neuen Maschinenrichtlinie EN ISO 13849-1:2015 erreicht. Auf diese Weise erhält der Anwender eine sehr gute integrierte Lösung innerhalb der CVI3-Baureihe, ohne dass Sonderlösungen notwendig wären.

+++ Schraubgruppenfunktion synchronisiert bis zu 14 Schrauber

Ebenfalls neu ist die Schraubgruppenfunktion in der CVI3-Steuerung. „Damit lassen sich bis zu 14 Kanäle synchronisieren“, erklärt Loosen. „Sprich, unsere Kunden können damit sehr schnell und einfach steuerungstechnisch ein Mehrfachschraubsystem umsetzen.“ Die Funktion wird mit einem ePOD-Funktionsbaustein an der Master-Steuerung aktiviert, und die CVI3-Steuerungen der gewünschten Schraubgruppe werden einfach über ein Netzwerkkabel miteinander verbunden; ein integriertes Protokoll regelt den Datenverkehr untereinander. Eine CVI3-Vision- oder Twin-CVI3-Steuerung agiert als Master (Primary), die anderen Steuerungen sind untergeordnet (Secondary). Programmiert wird über den Master, über den auch alle Daten der Schraubkanäle zentral abrufbar sind. Auf diese Weise kann der Schraubablauf von bis zu 14 Schraubern synchron gesteuert werden. Da der Master selbst auch einen oder zwei Schrauber betreibt, bedarf es für die Umsetzung der Schraubgruppenfunktion keiner zusätzlichen Hardware.

Bilder:

Die EFD-Einbauschrauber von Desoutter sind kompakt, leicht und einfach in die Montagelinie zu integrieren. Der Hersteller ergänzt die Baureihe nun um Werkzeuge mit zwei Messwertgebern: für Drehmoment und Drehwinkel. Damit stehen Anwendern nun Lösungen zur Verfügung, die alle Anforderungen der Schraubfallklasse A gemäß VDI/VDE 2862 für sicherheitskritische Verschraubungen in automatischen Stationen erfüllen. (Bild: Desoutter)

In der Einbauschrauber-Baureihe EFD hält Desoutter ab sofort auch Modelle für hohe Drehmomente bis zu 2000 Newtonmeter bereit. Bislang lag die Obergrenze bei 250 Nm.

Die CVI3-Steuerung hat nun auch einen E-Stopp-Schaltkreis (die drei Eingänge unten links), der in das bekannte Gehäuse integriert wurde. Der E-Stopp schaltet die Steuerung sehr schnell ab, wenn dies sicherheitstechnisch erforderlich ist. (Bild: Desoutter)

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