Hohe Flexibilität in der Montage durch Winkelkompensation in Echtzeit

Hohe Flexibilität in der Montage durch Winkelkompensation in Echtzeit


Maintal, Juni 2019. Der Maintaler Schraubspezialist Desoutter hat seine elektronisch gesteuerten Winkelschrauber der EAD-Serie um die sogenannte eCompass-Funktion ergänzt: Ein im Werkzeug integriertes Gyroskop kompensiert bei der Montage die Bewegung des Werkers, so dass immer der vorgesehene Drehwinkel in die Schraubverbindung eingebracht wird. Dies erhöht die Flexibilität und senkt die Kosten, da Anwender auf den Einsatz von Reaktionsstützen oder Einbauvorrichtungen für die Schrauber verzichten können.
 

Die Bewegung des Schraubwerkzeugs während der Montage beeinflusst in hohem Maße den eingebrachten Drehwinkel. Die neue eCompass-Funktion, über die ab sofort die gesteuerten Winkelschrauber aus der EAD-Serie von Desoutter verfügen, eliminiert die von einem Mitarbeiter ausgehenden Bewegungen. Dadurch macht sie den Einsatz von Reaktionsmomentstützen oder geführten Systemen bei drehwinkelgesteuerten oder drehwinkelüberwachten Verschraubungen überflüssig. „Diese Lösung ist viel einfacher in der Umsetzung und Handhabung als etwa die Nutzung eines Einbauschraubers, bei dem ja der Einfluss des Mitarbeiters weitgehend entfällt“, erklärt Michael Loosen, Produktmanager der Desoutter GmbH in Maintal. „Fixiervorrichtungen sind teuer, kompliziert zu installieren und erfordern mehr Wartung. Außerdem schränken derartige Lösungen die Bewegungsfreiheit des Bedieners und damit die Flexibilität der Montage ein.“

Anders bei den neuen EAD-Winkelschraubern von Desoutter. In diese Werkzeuge ist nun bei den Modellen bis 200 Newtonmeter (Nm) ab Werk ein Gyroskop integriert. Das Messinstrument ermittelt die zur Schraubstelle relative Bewegung des Werkzeugs und kompensiert sie in Echtzeit. „So lassen sich auf der einen Seite Flexibilität und Produktqualität verbessern, auf der anderen Seite Montageprobleme aufdecken“, betont Loosen. Das Werkzeug lasse sich an verschiedenen Arbeitsplätzen einsetzen, ohne dass dort eine weitere Fixiervorrichtung installiert sein müsse. Damit kämen Anwender unter Umständen auch mit weniger Werkzeugen aus. Außerdem werde Nacharbeit verhindert, und möglicherweise ließen sich auch Garantiekosten verringern, so Loosen.

Der eCompass im EAD-Schraubwerkzeug wird über eine spezielle Lizenz aktiviert. Die Funktion ist in wenigen Schritten programmiert. Mit nur einem Klick ist sie dann für alle Stufen des Parametersatzes verfügbar. Anschließend lassen sich die gewünschten Grenzwerte bis maximal ±180° einstellen. Das Werkzeug stoppt, sobald es während der Verschraubung die Grenzwerte der Korrektur überschreitet. So wird ein Weiterdrehen bei abruptem Abrutschen verhindert und die Sicherheit des Werkers erhöht.

Ergebnisanzeige über Monitor der Schraubsteuerung

Das Ergebnis des eCompass wird auf dem Monitor der CVI-Schraubsteuerung angezeigt. Hier können der finale Drehwinkel, der Kompensationswert sowie eventuelle Fehler durch Überschreiten der eingestellten Grenzwerte abgelesen werden. Justiert wird das Gyroskop binnen weniger Sekunden ebenfalls über den CVI-Monitor.

Der Einsatz eines EAD-Schraubwerkzeugs mit eCompass ist überall dort sinnvoll, wo es auf eine exakte Erfassung des Drehwinkels ankommt – sowohl bei drehwinkelgesteuerten Verschraubungen mit Drehmomentüberwachung als auch bei der drehmomentgesteuerten Montage mit Überwachung des Drehwinkels.

 

Die gesteuerten Winkelschrauber der EAD-Serie von Desoutter sind neuerdings ab Werk mit integrierten Gyroskopen ausgestattet. Die kleinen eCompass-Sensoren verbessern die Qualität manueller Verschraubungen, bei denen der Drehwinkel als Steuer- oder Kontrollgröße eine wichtige Rolle spielt. (Bild: Desoutter)

Die neuen EAD-Winkelschrauber bieten dank der eingebauten eCompass-Funktion mehr Flexibilität und Qualität bei funktions- und sicherheitskritischen Verschraubungen.
(Bild: Desoutter)

 

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