Digitale Rückverfolgung für Klasse-C-Verschraubungen

Digitale Rückverfolgung für Klasse-C-Verschraubungen


Maintal, August 2020. Desoutter bietet ab sofort auch für unkritische Verschraubungen eine digitale Überwachung an. Dazu ermöglicht der Hersteller einfachen Akkuschraubern die Kommunikation mit einer übergeordneten Steuerung – per WLAN. Desoutter verspricht eine bessere Prozesskontrolle und sinkende Kosten.
 

„Ab sofort kann unser E-Lit-Akkuschrauber Schrauben zählen, und unsere Kunden können damit auch einfache Montageanwendungen digital in ihre Prozesse einbinden“, erklärt Michael Loosen, Produktmanager beim Montagespezialisten Desoutter in Maintal. Auf diese Weise lasse sich nun auch bei Klasse-C-Schraubfällen eine digitalisierte Montage mit Null-Fehler-Strategie wirtschaftlich darstellen. Desoutter bindet dazu die über Funk kommunizierenden Akkuschrauber seiner E-Lit-Baureihe an seinen industriellen Smart Hub Connect an. Dieser fungiert als Kommunikationszentrale zwischen WLAN-Schraubwerkzeugen und übergeordneten Systemen des Anwenders und überträgt alle notwendigen Daten schnell und sicher.

E-Lit-Schrauber verfügen über keinen Messwertgeber, sondern haben „nur“ eine Kupplung, die bei dem eingestellten Drehmoment auslöst. Dadurch sind sie viel preiswerter als gesteuerte Schraubwerkzeuge. In der Industrie werden sie gern für Klasse-C-Verschraubungen eingesetzt, die laut VDI/VDE 2862 unkritisch sind – also weder sicherheits- noch funktionskritisch. Doch die Ansprüche an die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit steigen in der industriellen Montage, etwa bei Zulieferern oder im Maschinen- und Anlagenbau, auch bei einfachen Verschraubungen. Denn auch in diesen Branchen wollen die Hersteller die Qualität erhöhen und Ausschuss vermeiden. Diesen Anwendern kommt Desoutter nun entgegen: Durch die Anbindung an die Connect-Plattform ist der vergleichsweise einfache E-Lit-Schrauber nun in der Lage, Daten bereitzustellen. „Das Werkzeug kann Fehlerquellen erkennen und Verschraubungen aufdecken, die nicht ordnungsgemäß angezogen wurden“, erklärt Michael Loosen. „Und indem es ein „IO“ oder „NIO“ zurückmeldet, können Anwender an jeder Schraubstation, an der mit E-Lit-Funkwerkzeugen gearbeitet wird, die Rückverfolgbarkeit ihrer Prozesse sicherstellen.“ Zu den möglichen Fehlern zählen zum Beispiel schräg eingefädelte Schrauben oder ungewolltes, mehrfaches Anziehen.

+++ Werkzeug gemäß Vorgaben im Prozess sperren oder freigeben

„Unternehmen erhalten nun die Möglichkeit, auch C-Klasse-Verschraubungen so einzubinden, dass sie das Werkzeug bei bestimmten Vorkommnissen sperren oder freigeben können“, führt Loosen weiter aus. „Damit erhalten sie eine umfangreiche Kontrolle über den Prozess!“ So kann man den Schrauber nur für eine bestimmte Anzahl an Verschraubungen freigeben und ihn bis zum nächsten Bauteil sperren, wenn die Zahl erreicht wurde. Der Lösemodus kann grundsätzlich unterbunden oder nur nach einer NIO-Verschraubung erlaubt werden. Das Werkzeug lässt sich sperren, wenn die Funkverbindung abreißen sollte – und vieles mehr.

„Durch die Anbindung an die Connect-Plattform lassen sich noch viele weitere Vorteile nutzen“, betont Michael Loosen, „etwa die Kombination einer Bauteil-Identifikation mit den Schraubereignissen für eine lückenlose Dokumentation.“ Anwender, die bereits eine oder mehrere Connect-Stationen für das Zusammenspiel mit gesteuerten Werkzeugen in Betrieb genommen haben, können die Plattform außerdem ohne Weiteres gleichzeitig auch für die Abschaltschrauber nutzen. Die Daten werden über die gleichen Ethernet- und Feldbussysteme übermittelt. „Der E-Lit kann in der Connect als einer von bis zu 20 Schraubwerkzeugen oder Schraubstationen aktiviert werden, und das durchaus im Mix mit den gesteuerten Schraubern“, erklärt Loosen.

Die Nutzer erhalten über die Connect einen schnellen und einfachen Zugriff auf Werkzeuginformationen, wie die Seriennummer oder den Verschraubungszähler, und können in Abhängigkeit vom Verschraubungszähler etwa einen Wartungsalarm setzen, um Wartungsintervalle besser zu planen. Außerdem seien durch die Integration des Akkuschraubers in die Connect-Systematik nun neue Funktionen für den E-Lit verfügbar: Bis zu drei verschiedene Drehzahlen und vier verschiedene Parametersätze können für ein- und dasselbe Werkzeug voreinstellt werden. Die Drehmomente beginnen bei den Pistolenschraubern der Baureihe übrigens neuerdings schon bei 0,8 Newtonmetern. Sie reichen bei den Winkelschraubern bis zu 60 Nm.

„Mit unserem neuen Angebot können unsere Kunden ihre Montage besser überwachen, und ihnen genügt nun ein Smart Hub für alle akkubetriebenen Schraubwerkzeuge. Das senkt die Betriebskosten über die Lebensdauer und hebt die Qualität“, fasst Loosen die Vorteile zusammen.

 

Bilder und Bildunterschriften:

Der E-Lit-Funk-Akkuschrauber von Desoutter kann nun auch Schrauben zählen und IO- sowie NIO-Daten an ein übergeordnetes System weitergeben. So lassen sich auch einfache Verschraubungen digital überwachen und in einen Prozess einbinden. (Bild: Desoutter)

Die Kommunikationszentrale „Connect“ von Desoutter erlaubt im Zusammenspiel mit den E-Lit-Akkuschraubern eine bessere Prozesskontrolle und senkt die Kosten nun auch für weniger kritische Verschraubungen. (Bild: Desoutter)

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